Iota

Iota wurde im Jahr 2015 gegründet und beschäftigt sich mit dem IOT- Internet of Things.

Iota

Was ist Iota?

Die Kryptowährung IOTA wurde 2015 von David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Serguei Popov gegründet. Die Gründer haben sich vor allem dem Thema “Internet der Dinge” (Internet of Things – IOT) angenommen, welche eine sichere Kommunikation und Zahlung von Maschine zu Maschine ermöglichen soll. Ziel ist eine schnelle Abwicklung von Transaktionen ohne hohen Rechenaufwand und somit keine bzw. möglichst geringe Kosten für die Teilnehmer.

Im November 2017 wurde zudem eine Stiftung bei der Berliner Stiftungsaufsicht registriert, einer Non Profit Organisation, welche sich der Entwicklung der Technologie widmet und sie für alle Entwickler lizenzfrei hält.

Die Anzahl der Coins wurde auf etwa 2,8 Milliarden Coins festgelegt, welche im Zuge eines Initial Coin Offering (ICO) verteilt wurden. Anders als Beispielsweise bei Bitcoin, müssen keine Coins mehr gemined werden, sondern befinden sich bereits vollständig im Umlauf.

Die Einheiten der Coins sind aufgeteilt in IOTA (eins), Ki -OTA (ein Tausend), Mi-OTA (eine Million), Gi-OTA (eine Milliarde), Ti-OTA (eine Trilliarde) und Pi-OTA (eine Quadrillion). Die gängigste Einheit ist Mi-OTA, also eine Million, mit welcher auch auf den Börsen gehandelt wird.

IOTA Coordinator

Zum aktuellen Zeitpunkt wird von IOTA noch ein sogenannter “Coordinator” verwendet. Ein zentraler Punkt im Netzwerk, welcher dafür sorgt, dass Validierungen der Transaktionen im Netzwerk korrekt ausgeführt werden.

Der größte Vorteil von Kryptowährungen ist die Dezentralität. Jeder hat stets gleiche Zugriffsrechte und eine vollständige Übersicht auf das System, was hohe Transparenz und Sicherheit schafft. Bei IOTA ist das aufgrund des Zentralen Coordinators aktuell noch nicht gegeben.

Um dem entgegenzuwirken, hat sich die Foundation nun zur Hauptaufgabe gemacht den Coordinator im Zuge des “Coordicide” (“Coordinator suicide” zu Deutsch Selbstmord des Koordinators) abzulösen. Laut den Gründern soll das im Laufe des Jahres 2022 stattfinden. Der Termin für diesen Coordicide wurde jedoch schon mehrfach verschoben.

Wie funktioniert IOTA?

IOTA ist eine alternative Kryptowährung und baut im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen wie beispielsweise dem Bitcoin nicht auf Basis der Blockchain auf. Die Technologie dahinter nennt sich Tangle.

Tangle bedeutet so viel wie Gewirr aus vielen Knoten, welche miteinander verbunden werden. Das Netzwerk arbeitet nicht mit Blöcken in einer Kette, sondern miteinander verknoteten Transaktionen, den so genannten gerichteten azyklischen Graphen (DAG).

Wie funktioniert ein Tangle?

Bei einem Tangle benötigt es keine Miner wie beispielsweise beim Bitcoin, denn jeder Teilnehmer wird automatisch selbst zu Miner. Wenn ein Nutzer eine Transaktion senden möchte, stellt er geringe Rechenleistung zur Verfügung um zwei weitere Transaktionen anderer zu überprüfen. Eine gesendete Transaktion muss ausreichend oft validiert werden, damit diese letztendlich bestätigt und somit ausgeführt werden kann. Durch die gegenseitige Überprüfung wird das System nicht nur kostenfrei für die Teilnehmer, sondern gleichzeitig auch sehr gut skalierbar. Denn es gilt, je mehr Teilnehmer, desto mehr Überprüfungen finden statt und umso komplexer und sicherer wird das System.

Partnerschaften

Mit der innovativen Technologie konnte die Foundation bereits Unternehmen überzeugen und ist in den letzten Jahren Partnerschaften mit großen Firmen eingegangen wie beispielsweise Volkswagen AG, Bosch, Fujitsu, Linux Foundation, Software AG und viele mehr.

Das hatte Zufolge, dass allein 111 Patentanmeldungen von über 44 verschiedenen Unternehmen wie Innogy SE, Siemens AG, RWE AG angemeldet wurden, in welchen IOTA fester Bestandteil ist.

Tinity Wallet

Das Trinity Wallet, die bekannteste virtuelle Geldbörse für diese Währung, ermöglicht es dem Coin Besitzer die gekaufte Währung sicher auf dem eigenen Rechner aufzubewahren. Dieses Wallet ist der Nachfolger des Light Wallet und zum aktuellen Zeitpunkt für Windows, Mac, Linux, IOS und Android verfügbar.  Diese virtuelle Geldbörse ermöglicht es über einen Privatschlüssel den aktuellen Stand der IOTAs abzufragen, oder direkt Transaktionen auszuführen.

Fazit zu IOTA

Iota hat ihr Potential in den letzten Jahren definitiv bewiesen. Mit einer Liste an Partnerschaften, die kein weiteres Projekt in der Kryptobranche aufweisen kann, hat Iota mit eigener und kosteneffizienter Technologie eine Reihe großer Firmen für sich gewinnen können.

Jedoch scheint das Projekte seit einiger Zeit Schwierigkeiten zu haben. Pläne werden nicht rechtzeig eingehalten und immer wieder verschoben. Ein Beispiel hierfür ist der längst angekündigte „Coordicide“. Der Coin, der einst unter den Top 10 Kryptowährungen war, verliert immer mehr an Zuspruch und Bekanntheit.

Einen Teil hat der Trinity Wallet Hack im Jahr 2020 dazu beigetragen. Durch eine schadhafte Software bei der Schnittstelle zum Zahlungsdienstleister Moonpay wurden 8,55 Trilliarden Iota im Wert von über 2,3 Millionen US-Dollar gestohlen. Iota entschädigte mit bis zu 2 Millionen Dollar die geschädigte, jedoch ging bei vielen Nutzern hier das Vertrauen in die Brüche.

Iota versucht aktuell eine eigene Smart Contract Plattform zu entwickeln. Die angekündigte Revolution bei diesem neuen Projekt soll die kosteneffizient sein. Der aktuelle Marktführer Ethereum ist sehr teuer bei Transaktionen und Erstellung und Iota möchte das besser machen.  Wir hoffen, dass das Projekt mit diesem neuen Geschäftszweig neue Erfolge verbucht und sich erholt.

Weitere Kryptowährungen

Bitcoin (BTC)

Ethereum (ETH)

Bitcoin Cash (BCH)